Altersvorsorgedepot 2027
alle wichtigen Infos zur großen Altersvorsorge Reform!
Zum 01.01.2027 wird Riester nun (endlich und richtigerweise!) eingestellt und vom sogenannten Altersvorsorgedepot ersetzt. Was sich nun ändert und warum es für dich wahrscheinlich deutlich mehr rentiert, deinen bestehenden Riestervertrag in das neue Altersvorsorgedepot umzuwandeln, erfährst du in diesem Artikel!
Menü:
1. Warum wird Riester reformiert?
4. Altersvorsorgedepot / Standarddepot - was sind die Unterschiede?
5. Wie wird das Geld angelegt?
Warum wird Riester reformiert?
Riester war - und zwar zurecht - stark in der Kritik: Hohe Kosten - komplizierte Förderbedingungen - schlechte Rendite aufgrund Garantien in den Verträgen sorgten dafür, dass sich die Verträge in 95% der Fälle deutlich schlechter rentieren, als private Rentenversicherungen ohne jegliche Förderung vom Staat!
All diese Punkte sollen nun mit dem neuen Altersvorsorgedepot verbessert werden: höhere Zulagen - Förderung an den Beiträgen gekoppelt und nicht mehr am Einkommen - deutlich bessere Rendite, da keine Garantiepflicht mehr - Kostendeckel in den Verträgen.
Diese Punkte werden dafür sorgen, dass sich die staatliche Förderung wieder deutlich mehr lohnt als noch mit Riester.
Altersvorsorgedepot - wer ist förderberechtigt?
Beim Altersvorsorgedepot können nun ausdrücklich auch Gewerbetreibende die Förderung erhalten! Bisher konnten Selbständige nur über eine Rürup Rente eine steuerliche Förderung bekommen - bei Riester wurden sie komplett außen vor gelassen!
Dies ist ein wichtiger und richtiger Schritt, da vor allem Selbständige einen erhöhten Bedarf an Altersvorsorge haben, da diese meist keine Pflichtbeiträge für die gesetzliche Rente / Versorgungswerke abführen müssen!
Zudem sind folgende Personenkreise unmittelbar förderberechtigt:
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Arbeitnehmer sowie Auszubildende in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis,
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Personen, die eine pflegebedürftige Person mit mindestens Pflegegrad 2 nicht erwerbsmäßig wenigstens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche, in häuslicher Umgebung betreuen,
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Mütter oder Väter während der dreijährigen Kindererziehungszeit
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Bezieher von Arbeitslosen-, Kranken-, Verletzten- und Versorgungskrankengeld oder Übergangsgeld aufgrund einer Rehabilitationsmaßnahme, wenn sie im letzten Jahr vor Beginn der Leistung zuletzt versicherungspflichtig waren,
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Minijobber, die nicht von der Versicherungspflicht befreit wurden,
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Landwirte sowie mitarbeitende Familienangehörige, die nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte pflichtversichert sind,
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Pflichtversicherte Künstler und Publizisten im Sinne des Künstlersozialversicherungsgesetzes,
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Bezieher einer Rente wegen voller Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit,
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Helfer im Bundesfreiwilligendienst,
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Beamte, Richterinnen und Richter, Berufssoldatinnen und Berufssoldaten sowie Empfänger von Versorgungsbezügen wegen Dienstunfähigkeit
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Selbständig Erwerbstätige, die Einkünfte nach § 15 EStG („Gewerbetreibende“) bzw. nach § 18 Absatz 1 Nummer 1 bis 3 EStG erzielen und eine Steuererklärung abgegeben haben,
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Pflichtmitglieder eines Versorgungswerks
💡Ehepartner bzw. Lebenspartner in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, die nicht die Fördervoraussetzungen erfüllen, können weiterhin mittelbar zulagenberechtigt sein, wenn der (Ehe)Partner unmittelbar förderberechtigt ist und in ein Altersvorsorgedepot investiert.
Sie müssen dafür mindestens 10 EUR monatlich einzahlen. Die Zulagenhöhe richtet sich nach der Zulage des (Ehe)Partners und beträgt aber maximal 175 EUR!
Altersvorsorgedepot Zulagen / Steuervorteile
Eine wichtige Änderung sind die Grundlagen für die Gewährung der Zulagen. Sowohl bei Riester, als auch beim neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 gibt es eine sogenannte Grundzulage, Kinderzulagen und Steuervorteile für die eingezahlten Beiträge.
Bisher - Riester
- Grundzulage: Du bekommst für dich selbst eine sogenannte Grundzulage in Höhe von 175 EUR jährlich
- Kinderzulage: Du bekommst pro kindergeldberechtigtem Kind 300 EUR jährlich (für Kinder ab 2008)
- Steuervorteil: Du kannst deine Beiträge bis 2.100 EUR zu 100% steuerlich geltend machen
Voraussetzung für die Zulagen: Du musst mindestens 4% von deinem sozialversicherungspflichtigem Einkommen (abzüglich den Zulagen) aus dem Vorjahr einzahlen - maximal 2.100 EUR jährlich!
Beispiel Bruttojahreseinkommen 50.000 EUR / keine Kinder
50.000 EUR x 4% (=2.000 EUR) abzüglich 175 EUR Grundzulage = 1.825 EUR jährlich / 152,08 EUR monatlich
In diesem Beispiel musst du also 152,08 EUR monatlich einzahlen, damit du 175 EUR Zulage bekommst.
Neu - Altersvorsorgedepot
1. Grundzulage
Beim Altersvorsorgedepot bekommst du auch zukünftig eine Grundzulage. Diese setzt aber nicht mehr eine Mindesteinzahlung gekoppelt an deinem Einkommen voraus, sondern funktioniert wie folgt:
50% auf die ersten 360 EUR jährlich = 180 EUR Zulage
25% auf die restlichen 1.440 EUR jährlich = 360 EUR Zulage
Zahlst du z.B. 1.800 EUR jährlich bzw. 150 EUR monatlich ein, bekommst du insgesamt 540 EUR Grundzulage! Das ist mehr als das 3-fache bzw. 365 EUR mehr als bei der Riesterrente!
2. Kinderzulage
Bei der Kinderzulage gibt es auch eine große Änderung - du bekommst auf deine Beiträge
100% Kinderzulage, gedeckelt auf 300 EUR pro Kind
Zahlst du z.B. nur 15 EUR monatlich / 180 EUR jährlich, bekommst du auch nur 180 EUR Kinderzulage. Zahlst du 25 EUR monatlich / 300 EUR jährlich bekommst du 300 EUR Kinderzulage. Zahlst du noch mehr, ist es aber auf die besagten 300 EUR gedeckelt.
WICHTIG: Hast du mehrere Kinder, musst du aber trotzdem nur 25 EUR monatlich / 300 EUR jährlich selbst einzahlen!
3. Steuervorteile
Hier ändert sich (fast) nichts am bisherigen Modell. Du kannst bis zum Höchstbeitrag (=1.800 EUR jährlich) die Beiträge zu 100% steuerlich geltend machen! Zudem wird auch beim Altersvorsorgedepot eine sogenannte Günstigerprüfung vom Finanzamt durchgeführt - d.h. wenn die Steuervorteile höher sind als die gewährten Zulagen, bekommt man diese noch gegengerechnet!
💡Fazit: Die Grundzulage kann sich mehr als verdreifachen und die vollen Kinderzulagen werden bereits ab 25 EUR monatlich gezahlt! Die steuerliche Behandlung der eingezahlten Beiträge bleibt unverändert bestehen. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber Riester!
Altersvorsorgedepot / Standarddepot - was sind die Unterschiede?
Die Reform sieht zum 01.01.2027 zusätzlich zum Altersvorsorgedepot ein sogenanntes Standarddepot vor. Das Standarddepot ist ein Altersvorsorgedepot mit voreingestellten Parametern.
So kannst du hier nur zwischen zwei starren Anlagestrategien entscheiden können, die der Anbieter vorgibt:
eine Strategie mit einer niedrigeren Aktienquote und
eine Strategie mit einer höheren Aktienquote
Außerdem dürfen die Effektivkosten höchstens 1% p.a. betragen!
Laut Bundesministerium soll sich dieses Angebot besonders an diejenigen richten, die keine oder nur wenig Erfahrung mit dem Thema Investieren haben und Anlageentscheidungen nicht selbst treffen wollen.
💡Fazit: Hier bleibt abzuwarten, wie normale Altersvorsorgedepots und Standarddepots ausgestaltet sind. Für Leute, die bisher keine Erfahrungen in diesem Bereich haben, sind meiner Meinung nach eher dazu angehalten, sich einen spezialisierten Berater zu diesem Thema zu suchen, damit keine Fehler aufgrund Unwissenheit passieren. Speziell Honorar- bzw. Nettotarife haben oft nur eine Effektivkostenquote von ca. 0,4% p.a.! Außerdem sind feste voreingestellte Anlagestrategien oft nachteiliger, als individuell gestaltete!
Altersvorsorgedepot - wie wird das Geld angelegt ?
Einer der größten Knackpunkte bei Riester ist definitiv die begrenzte Anlagemöglichkeit aufgrund der geforderten Beitragsgarantie. Die Beitragsgarantie (eigentlich gut gedacht, da zum Ende der Laufzeit alle Beiträge garantiert sind) sorgt nämlich dafür, dass der Großteil der Beiträge garantiert angelegt werden muss - auch bei fondsgebundenen Riester Verträgen! Dadurch liegt die Rendite bei den meisten Riester Verträgen nur bei rund 3-4% p.a. während private fondsgebundene Rentenversicherungen in der gleichen Zeit gut und gerne 8-10% p.a. erwirtschaftet haben.
Beim neuen Altersvorsorgedepot hast du nun 3 Möglichkeiten wie dein Geld angelegt werden soll:
Möglichkeit 1 - 0% Garantie
Bei dieser Variante kannst du - wie bei einem normalen Depot oder einen privaten fondsgebundenen Rentenversicherung - frei entscheiden, in welche Fonds / ETFs die Beiträge bzw. Zulagen investiert werden sollen. Dadurch hast du eine deutlich höhere Renditeerwartung und ist für Laufzeiten ab 15 Jahren zu empfehlen!
Möglichkeit 2 - 80% Garantie
Wenn du nicht auf eine Garantie verzichten aber dennoch eine höhere Rendite als bei Riester haben möchtest, kannst du dich nun auch für eine 80%ige Beitragsgarantie entscheiden. Die gekürzte Garantie sorgt dafür, dass etwas mehr in die freie Fondsanlage investiert werden kann, jedoch liegt auch hier die Rendite deutlich unter der ohne jegliche Garantien!
Möglichkeit 3 - 100% Garantie
Definitiv die schlechteste Möglichkeit auf Dauer. Bei dieser Variante würden die Beiträge weiterhin wie bei Riester investiert werden - mit allen Nachteilen in der Rendite!
💡Fazit: Wenn du monatlich investierst und noch eine Anlagedauer von mindestens 15 Jahren hast, solltest du auf jeden Fall in einen Vertrag ohne Garantien investieren, da sich dieser über die Laufzeit höchstwahrscheinlich deutlich besser entwickelt!
Altersvorsorgedepot - Besteuerung
Während der Ansparphase fällt im Gegensatz zu einem privat geführten ETF Depot, keine jährliche Steuerpflicht an! Das bedeutet, dass keine jährliche Vorabpauschale anfällt, keine Dividenden bzw. keine Kursgewinne bei Verkäufen / Umschichtungen versteuert werden müssen! Du hast hier einen deutlich größeren Zinseszinseffekt, bzw. eine deutliche niedrigere Steuerlast - vor allem, wenn das Depot neu ausgerichtet werden muss!
Während der Auszahlphase greift beim Altersvorsorgedepot wieder die sogenannte nachgelagerte Besteuerung - das bedeutet, dass die monatliche Rente, die ausgezahlt wird, zu 100% versteuert werden muss. Dadurch, dass aber die Steuerlast in vielen Fällen im Alter niedriger ausfällt, als während deines Arbeitslebens, hast du hier einen steuerlichen Vorteil!
Altersvorsorgedepot - Auszahlphase
Eine große Änderung gibt es auch bei Ablauf des Altersvorsorgedepots! Bisher musste man bei Riester eine lebenslange Leibrente akzeptieren - lediglich 30% konnten als einmalige Summe sofort zu Rentenbeginn ausgezahlt werden.
Beim Altersvorsorgedepot ab 2027 kannst du jetzt zwischen zwei Modellen wählen:
Variante 1 - lebenslange Rente
Du bekommst eine lebenslange Rente - berechnet auf das Kapital, das zum Ende der Laufzeit zur Verfügung steht. Meist wird ein sogenannter Rentengarantiefaktor von den Versicherern ausgewiesen, wie hoch die monatliche Rente pro 10.000 EUR Vertragsguthaben ist. Für den Todesfall kannst du eine 10 oder 20-jährige Rentengarantiezeit vereinbaren, d.h. der Versicherer zahlt nach Rentenbeginn die Rente garantiert 10 bzw. 20 Jahre, auch wenn du in diesem Zeitraum verstirbst. Ist nach diesem Zeitraum rein rechnerisch Kapital noch übrig aus deinem Guthaben, verfällt dieses bzw. kommt es der Versichertengemeinschaft zugute (so heißt es offiziell von den Versicherern :-) )
Achtung! Meist ist der garantierte Rentenfaktor sehr nachteilig gegenüber den Kunden. Das bedeutet, dass du oft 30-40 Jahre lang in der Rente leben musst, bis du das Geld, das zum Ende der Laufzeit zur Verfügung stand, unverzinst wieder ausgezahlt bekommst!
Variante 2 - Auszahlplan bis 85
Neu ist jetzt ein verkürzter Auszahlungsplan bis 85. Du bekommst hier eine deutlich höhere Rente, da das Kapital bis 85 verbraucht und komplett an dich ausgezahlt wird! Eine längere Auszahlungsphase kann vereinbart werden. Nicht verbrauchtes Kapital im Todesfall wird vererbt!
⚠️ WICHTIG! In beiden Varianten fallen keine Kranken- und Pflegebeiträge an!
💡Fazit: Die neue Möglichkeit einer verkürzten Auszahlphase ist meiner Meinung nach ein deutlicher Mehrwert gegenüber der bisherigen lebenslangen Rente bei Riester. Du würdest nun schneller dein Geld wieder ausbezahlt bekommen, als mit einer lebenslangen Leibrente. "Nachteil": Du musst natürlich dann selbst dafür sorgen, dass dein Vermögen bis zum Lebensende reicht!
Altersvorsorgedepot - was soll ich mit meinem bestehenden Riester machen?
Wie du siehst, hat sich beim Altersvorsorgedepot vieles zum Positiven verändert! Nachfolgend zeige ich dir, welche Möglichkeiten du mit deinem bestehenden Riester Vertrag hast!
Möglichkeit 1 - Riester unverändert fortführen
Alle Riester Verträge die vor dem 01.01.2027 abgeschlossen wurden, haben sogenannten Bestandsschutz. Du kannst deinen Bestandsvertrag unverändert mit der bisherigen steuerlichen Förderung fortführen.
Nachteile:
❌ Förderung deutlich niedriger
❌ Beitrag meist höher, um volle Zulage zu erhalten
❌ Rendite deutlich schlechter
Möglichkeit 2 - Riester fortführen + neue Steuerförderung
Alternativ zur ersten Möglichkeit, kannst du deinen bisherigen Riester fortführen, aber trotzdem in die neue steuerliche Förderung wechseln. Dein Anbieter muss dazu nicht zwingend zustimmen!
Vorteile:
✅ Förderung nun deutlich höher (Grundzulage 540 EUR statt 175 EUR)
✅ Beitrag oft niedriger um gleiche Zulage wie bisher zu erhalten
Nachteile:
❌ die Rendite immer noch deutlich schlechter
Möglichkeit 3 - bestehenden Riester in neues Altersvorsorgedepot wechseln
Für die meisten Verträge wird diese Möglichkeit die beste Option sein! Du hast die Möglichkeit das komplette Guthaben deines bisherigen Riester Vertrages steuer- und zulagenunschädlich in ein neues Altersvorsorgedepot zu übertragen. Du könntest dann ab diesem Zeitpunkt frei über die Anlage entscheiden und bis zu 100% direkt in ETFs investieren und damit die Rendite deutlich steigern! Außerdem bekommst du - wie bereits erwähnt - deutlich höhere Zulagen!
Vorteile:
✅ Förderung höher
✅ Beitrag niedriger um gleiche Zulage wie bisher zu erhalten
✅ Rendite deutlich besser
✅ Rente deutlich höher (Auszahlplan bis 85)
Nachteile:
❌ evtl. einmalige Übertragungskosten
❌ evtl. Abschlusskosten
💡Fazit: Für die meisten wird ein kompletter Wechsel in das neues Altersvorsorgedepot ab 2027 Sinn machen, da du dann im Prinzip fast alle Nachteile, die es bei Riester gibt, ausmerzt. Die Förderung ist deutlich höher, die Rendite wird deutlich besser sein und aufgrund des abgekürzten Auszahlplan wirst du deutlich mehr Rente als bei Riester erhalten!
⚠️WICHTIG: Genau kann man es natürlich aber erst sagen, wenn konkret die Tarife auf den Markt kommen!
Vergleich Riester vs. Altersvorsorgedepot
Nachfolgend schauen wir uns noch an, wie sich die höheren Zulagen und die 100%ige Anlage in ETFs auf die Ablaufleistung auswirken. Dazu habe ich folgende Parameter verwendet:
Beitrag: 150 EUR monatlich
Laufzeit: 35 Jahre
Effektivkosten in beiden Verträgen: 1% jährlich - natürlich kennt man noch nicht die genauen Parameter im Altersvorsorgedepot, aber ich habe einfach die gleichen Kosten angesetzt, um es besser vergleichen zu können!
Rendite Riester: 4,5% (Wertsicherungsfonds)
Rendite Altersvorsorgedepot: 8% (100% freie ETF Anlage)
Riester
Beiträge gesamt: 63.000 EUR
Zulagen gesamt: 5.950 EUR
Ablaufleistung: 133.769 EUR
Altersvorsorgedepot
Beiträge gesamt: 63.000 EUR
Zulagen gesamt: 18.360 EUR
Ablaufleistung: 332.271 EUR
💡Das Ergebnis ist eindeutig. Du bekommst im neuen Altersvorsorgedepot in diesem Beispiel schon mal 12.410 EUR mehr an Zulagen und aufgrund der besseren Anlagemöglichkeit der Beiträge bekommst du fast 200.000 EUR mehr an Ablaufleistung!
⚠️ Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass du ab 2027 deinen bestehenden Riester Vertrag überprüfen lässt!
